Staatswissenschaftliches Forum

 

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Das SWF führt Vertreter aus Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, die sich unter dem Brennglas übergreifender Gesichtspunkte zu Themen von öffentlichem Interesse aus der ihnen vertrauten Perspektive positionieren. Weitere Informationen zu Grundsätzen, Arbeit und Organisation des SWF finden Sie hier.

 

Neuigkeiten


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01.12.2021

Jean Monnet Chair

Der Vorsitzende des Staatswissenschaftlichen Forums e.V., Professor Herm.-J. Blanke, wurde von der Europäischen Kommission mit einem „Jean Monnet Chair“ geehrt. Im Zuge des Jean Monnet-Programms, das nach einem der Wegbereiter der europäischen Einigungsbewegung („Väter Europas“) benannt ist, würdigt die Europäische Union seit 1989 Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, die in Forschung und Lehre herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Europäischen Integration erbringen. Mit der ideellen Auszeichnung geht eine finanzielle Förderung des auf drei Jahre angelegten Vorhabens einher.

Im Projekt, das die Arbeiten des Jean Monnet Lehrstuhls bestimmen soll, werden die „Verfassungsrechtlichen Voraussetzungen für die Zukunftsfähigkeit der Europäischen Union“ untersucht. Es zielt auf eine Vertiefung der Kenntnisse über die Europäische Union im rechtlichen sowie gesellschaftlichen Dialog in der Hochschullehre, der Forschung und einer Gesprächsreihe mit der Zivilgesellschaft. Innerhalb der dritten Säule soll es Vertreter aus Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft unter Nutzung der über zwei Jahrzehnte gewachsenen Strukturen des Staatswissenschaftlichen Forums e.V. zu Themen von aktueller europäischer Bedeutung, vor allem unter dem Aspekt "Die Zukunftsfähigkeit der Europäischen Union", zusammenführen.

Die mit der Ernennung verknüpften Fördermittel fließen auch in Tagungsprojekte. Geplant sind etwa innovative Formate wie regionale Bürgerforen zur künftigen Gestaltung des europäischen Integrationsprozesses. In der Forschung wird u.a. ein in dieser Form bisher einmaliges Projekt fortgeführt, welches das primäre Europarecht nach dem Vertrag von Lissabon (2009) in einem paneuropäischen Kommentarwerk analysiert. Hieran sind 130 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der gesamten Union und einiger Nachbarstaaten beteiligt. Nachdem 2013 der Vertrag über die Europäische Union als Kommentarwerk erschienen ist, folgte 2021 der erste Band einer umfassenden Analyse des Vertrags zur Arbeitsweise der Europäischen Union. Dieses Kommentarwerk nimmt insbesondere die Politiken der Union, einschließlich der Wirtschafts- und Währungsunion, in den Blick.



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