Staatswissenschaftliches Forum

 

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Neuigkeiten


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27.04.2015

Konferenz zur "Zukunft der Hochschulen im Internationalen Wettbewerb"

In der hochkarätig besetzten Veranstaltung des SWF, die in Kooperation mit der IHK Erfurt stattfand, wurden die verschiedenen aktuellen Herausforderungen der Hochschulen kontrovers diskutiert.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Stefan Müller, MdB bekannte sich zur Rolle des Bundes als wissenschaftspolitischer Gestalter. Ein wesentlicher Schlüssel dafür sei auch die künftige Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern im Hochschulbereich.

Bei den künftigen Vereinbarungen des Landes und der Thüringer Hochschulen zu deren Finanzierung, versprach Staatssekretär Markus Hoppe mehr Flexibilität und vor allem Planungssicherheit für die Hochschulen. Es gehe künftig um mehr Pragmatismus bei der Hochschulfinanzierung und weniger um Detailsteuerung.

Erfurts Universitäts-Präsident Prof. Walter Bauer-Wabegg kritisierte, dass die Finanzierung von Exzellenz- und Leuchtturmprojekten regelmäßig zulasten der Versorgung mit Grundmitteln gehe. Profilbildung und Diversifikation seien ein Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit der Universitäten.

Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Horst Hippler, mahnte mit Blick auf die Abbrecherquoten im Bachelor-Studium eine differenziertere Betrachtung an. Die Gründe für einen Studienfachwechsel bzw. Abbruch des Studiums seien vielfältig. Einige Studierende führe der Weg auch zurück von der Hochschule zu einer dualen Ausbildung. Dieses bewährte Ausbildungssystem solle auch in Zeiten steigender Studierendenzahlen zwingend erhalten bleiben.

Die Sprecherin der Konferenz Thüringer Studierendenschaften verwies in ihrem Statement auf eine wachsende Überforderung der Studierenden: Die Verringerung der Prüfungslast, der Verzicht auf soziale Selektion (z.B. durch eine Absage an Studiengebühren) und die Schaffung von Masterplätzen für alle Bachelor-Absolventen seien wesentliche Forderungen der KTS.



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